Weltpremiere: Torstart vor dem Wind nachts um halb 4

Das Hoch konnte man schon 2 Wochen vorher sehen, auf der Uniseite www.wetter3.de, just am Regattatag sollte die Sonne scheinen. Und der Kern mit 1035 hpa sollte am Starttag knapp südlich des Kurses liegen, kein Hauch von Wind auf der Flensburger Förde am Freitag abend, das Startmotorboot konnte gleich wieder einpacken.

Einzige Lösung: Unter Maschine steuerten alle 16 Yachten die Fahrwassertonne 2 nördlich von Schleimünde an und trafen sich bei stockfinsterer Nacht um 3 Uhr pünktlich. Das Start-Konzept: Die Inschallah als "Pfadfinder" sollte Punkt halb 4 von der Tonne 2 einen Kurs von 60 Grad steuern und ein "Tor" zwischen Tonne und Heck öffnen, also mit 45 Grad zum Kurs Fehmarn 105 Grad. Durch dieses Tor sollten alle Yachten segeln und damit starten, was auch wunderbar geklappt hat. Allerdings erst beim 2. Anlauf. Beim 1. Versuch wollte sich der Pfadfinder mit Maschine an der Tonne gegen den Wind in Position halten und in den letzten 10 Sek. einmal Gas geben, um um die Tonne abzufallen. Abgefallen war aber lediglich der Propeller und liegt nun auf dem Grund der Ostsee.

Jara
Victor Jara
Der verbleibende Kurs mit ca. 68 sm verlief teilweise in dichtem Nebel mit einer Kreuz vor dem Wind von Tonne 2 zur Tonne Fehmarn Nord und von dort mit der Tonne Staberhuk Ost an BB ins Ziel vor der Seebrücke Heiligendamm. Das Zielschiff, der historische Gaffelkutter "Victor Jara" mit Skipper Steffen von Arnstedt (Total/Lubmarine) und Wettfahrtleiter "Schotti" wurde von der Schokakola (Uwe Lebens) als Frist Ship Home kurz nach 12 passiert. Als letztes Schiff mit dem Preis der Roten Laterne im Visier(gestiftet von Wrede Consulting) kreuzte die Maitresse die Linie, gerade rechtzeitig, um den ersten Sonnenstrahl des Nachmittages zu genießen und der liebevollen Einladung von Klaus Bock (Swanen) zu einer wunderschönen Grillparty mit Freibier am Strand zu folgen. Hier einmal ein ganz großer Dank auch an alle anderen Eigner wie Christoper Wuttke, Christop Avenarius und Uwe Lebens, die diese Regatta großzügig unterstützt haben.

Und wo wir gerade bei den Danksagungen sind: Ohne Lübzer hätte es im vornehmen Grand Hotel kein Freibier gegeben, ohne Pearl nicht diese köstlichen Sektdosen und ohne Nespresso keinen Cafe a la carte, wie ich ihn an Bord seit der IMS Einführung vermisse (Produktidee: 12V Nespressomaschine, nur bei GER-OO ..). Danke Ihnen allen nochmals für Ihre Hilfe und abschließend den beiden Firmen aus unserem Metier, Primesails für die textile Vollausstattung mit Hut und Tasche und Gleistein Ropes für Festmacher und das Jugendsponsoring des vornehmen Dinners.

Ich glaube, es waren 12 Gänge des Abendessens im Festsaal des Hotels, oder vielleicht auch nur 6, weil ich die Gänge meiner Frau versehentlich mal mitgezählt habe, auf jeden Fall hat alles sehr lange gedauert nach einer langen Segel-Nacht. Vielleicht auch war das Grand Hotel nur einen Tick zu fein für diese Regatta oder vielleicht mussten Frau Merkel und Herr Busch in dem gleichen Saal nicht 4 Stunden bis zum Nachtisch aushalten, weil der Steuerzahler etwas mehr Personal spendiert hatte. Wir wissen es nicht, und wir wissen auch nicht, wohin uns die Regatta im nächsten Jahr führen wird, aber der Start wird wieder am gleichen Freitag in Flensburg sein (wir danken dem FSC für die Gastfreundschaft) und die Ergebnisse sind diesmal hier zu finden. Fotos sind in kürze hier verfügbar.

Den Siegern und allen Seglern ein dreifaches Hipp Hipp Hurra!


V. Andreae

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